Historische Postkarte
Geschichtlicher Überblick
1123/1144
Erste
urkundliche Erwähnung
von „Hohenwerkesleben“ in Verbindung mit dem Kloster
„Unsere Lieben Frauen“ zu Magdeburg.
1160/70
Aus dieser Zeit stammt das
älteste Architekturteil, das sich eingemauert in der Ostwand befindet, in der
Kunstgeschichte als Würfelfries bezeichnet.
1199
wird durch den Pfarrer
Heinrich erstmals die Kirche bezeugt. Diese Urkunde sagt gleichzeitig aus, dass
das Patronat von alters her durch das Kloster „Unser Lieben Frauen“
wahrgenommen wird.
um 1200
dürfte bereits das 7,0 m hohe
Untergeschoß des Turmes gestanden haben.
um 1400
sind im Lehnsbuch des
Erzbischofs Günter (Magdeburg), die in Hohenwarsleben wohnenden
erzbischöflichen Zinsbauern verzeichnet.
um 1400
muss schon eine steinerne
Kirche, wahrscheinlich in den Abmessungen zumindest nach Osten nicht in der
heutigen Lage, bestanden haben.
1470/90
Spätgotisches
Kreuzigungsrelief mit Maria und Johannes, stilistisch aus dem Umkreis der
spätgotischen Magdeburger Werkstätten.
um 1500
wird St. Benedikt in den
jetzt vorhandenen Abmessungen bis zum Ostgiebel da gewesen sein. Ein Indiz
dafür ist die Sakramentsnische hinter dem Altar und der Altarblock (Mensa und
Stipes), beide befinden sich am ursprünglichen Ort.
1664-1700
Nach den notvollen Zeiten des
30jährigen Krieges wird die Kirche gründlich erneuert, der Turm aufgestockt und
das Pfarrhaus 1664 neu gebaut. Die Außenwände der Kirche werden instand
gesetzt, erhöht, die Fenster vergrößert - anstelle des flachen Bogenabschluss
Rundbögen eingesetzt. Zu dieser zeit wird die Südvorhalle, der Vorgängerbau der
Eingangshalle von 1901, neu oder umgebaut.
1774
bis nach der Zerstörung des
Dorfes durch die Franzosen (1806) sind verschiedene Erneuerungsarbeiten, auch
die Altarwand, ausgeführt worden.
1901
Verschiedene Reparaturen um
1882 finden ihren Abschluss in einem grundlegenden Umbau: neuer offener
Dachstuhl mit sichtbarer Holztäfelung, Hufeisenempore mit Orgel, Gestühl,
Farbverglasung, Ausmalung.
Neue aufwendig/repräsentative
Vorhalle als Kirchenein- und Emporenaufgang.
1977
Heiligabend findet der bisher
letzte Gottesdienst statt.
1978
wird die Kirche wegen
Einsturzgefahr des Dachstuhles an der Turmseite, sowie des Vorhallendaches
baupolizeilich gesperrt.
1981
Abnahme der stark
beschädigten Bedachung des Turmes.
1984
werden erneut Anstrengungen
unternommen, die stark geschädigte Bausubstanz zu sichern und die Dächer des
Turmes, des westlichen Schiffes, sowie der Vorhalle zu erneuern.
Nicht zur Verfügung gestellte
staatliche Baubilanzen, fehlendes Material und fehlende Gelder verhindern die
dringend erforderlichen Baumaßnahmen.
1991
Erneuerung der Turmhaube:
Dachstuhl, Schieferdeckung, Stahlbetonringanker, infolge der
zusammengebrochenen alten Dachkonstruktion.
1994
stürzt der Dachstuhl der
Vorhalle, einschließlich Dach und Dachanschluss des westlichen Kirchenschiffes
- über der Orgel - ein.
1996
450 Baufachleute und
Interessenten aus ganz Deutschland besuchen im Rahmen der Tagung:
„Evangelischer Kirchbautag“ die Hohenwarsleber Kirche. Architektonische
Vorschläge zu Wiederaufbau und Umnutzung werden gemacht.
1997/98
Der Förderverein ‘Kirche
Hohenwarsleben e.V.’ wird gegründet. Erste Schritte des gemeinsamen Vorhabens
des Vereins und der Kirchengemeinde zur Rettung der Dorfkirche werden
unternommen: Auslagerung der Kirchenbänke; Entfernung des Efeus, welches Dach
und Fenster zerstört; Schutzverkleidung der Fenster; Schuttberäumung der
Vorhalle; Beantragung von Fördermitteln. 1998 haben die Bauarbeiten am Dach
begonnen, die bewilligten Fördermittel und etliche Spenden haben es möglich
gemacht. Noch viele weitere Schritte (und auch finanzielle Unterstützung)
werden nötig sein, um St. Benedikt wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu
machen.
11.12.1998
Richtfest für den neuen
Dachstuhl. Diakon Hoffmann aus Eichenbarleben überreicht der Kirchengemeinde
eine Plakette des Heiligen Benedikt. Vor 20 Jahren am Heilig Abend feierte er
den letzten Gottesdienst mit der katholischen Gemeinde in der Kirche.
24.12.1998, Heilig Abend
Nach 20 Jahren verwaisten
Ruinendaseins findet der 1. Gottesdienst in der Kirche statt.
1999/2000
Die Vorhalle wird fertig
gestellt. Neue Deckenbalken wurden eingezogen, die Wände geputzt, die Türen
aufgearbeitet
2001
Es laufen die Vorarbeiten zum
Einbau eines Gemeinderaumes auf der Empore. Die Elektroinstallation wird
erneuert und erweitert.
2002
Eine neue Glaswand auf der
Empore trennt und verbindet zugleich Gemeinderaum und Kirchenschiff.
Umfangreiche Baumaßnahmen
geben unserer Kirche ein völlig neues Aussehen:
21. September 2002
Eröffnung als 1.
Autobahnkirche in Sachsen-Anhalt
Die Geschichte unserer
Dorfkirche geht weiter! Helfen auch Sie mit, die Erbschaft vieler Generationen
zu retten. Danke.